Veranstaltungen

Magdeburg kommuniziert

Die Veranstaltung MediaCity hat am 05.12.08 um 17:00 Uhr stattgefunden und wurde von Partner: Jugendforum organisiert.
Es ging um die Gegenwart Magdeburgs.

Die Nutzung der Medien und ihre Qualität sind in aller Munde. Immer wieder wird über Verdummung, Niveaulosigkeit und sinkende Qualität im Bereich der Medien diskutiert. Doch wie konsumieren Jugendliche Medien und vor allem warum? Woher beziehen sie Nachrichten und was verstehen sie unter Unterhaltung? Hier treten Macher und Konsumenten von Medien in einen Dialog.

Adresse: Alter Markt 1, 39104 Magdeburg.

Dokumentation

Von Glaubwürdigkeit, Qualität und Zielgruppen

Über welche Medium informierst du dich? Was interessiert dich: Unterhaltung oder Information? Diese und viele andere Fragen diskutierten am Freitag Medienvertreter, Pressesprecher und Jugendliche gemeinsam im Rathaus.

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Bei der StadtTräume - Podiumsdiskussion „MediaCity“ drehte sich alles um die Qualität und Nutzung von Medien. Im Podium saßen Philipp Hoffmann von der Magdeburger Volksstimme, Gerald Perschke von MDR Sputnik und Theo Struhkamp, stellvertretender Pressesprecher der Landesregierung.

Zu Beginn stand die Frage im Raum: wie können Jugendliche an informative Medien herangeführt werden? Theo Struhkamp betonte: „Jugendliche müssen mit vernünftigen Programmen zu verantwortungsvollen Bürgern erzogen werden.“

Die Moderatorin Jacqueline Piwon fragte die Jugendlichen Zuschauer nach ihrer Mediennutzung. Daraufhin berichteten diese von ihren eigenen Medienerfahrungen und es wurde darüber diskutiert, ob es nicht eine eigene Tagesschau für Jugendliche geben sollte. Gerald Perschke verwies darauf, dass dies leider nicht das sei, was die meisten hören, sehen und lesen wollten. Er berichtete: „Als wir bei Sputnik angefangen haben den Redeanteil im Programm zu erhöhen, haben wir Hörer verloren. Aber wir bleiben trotzdem dabei, da neue Hörer dazu gekommen sind und uns die Informativität wichtig ist.“ Im Folgenden schloss sich die Frage nach dem Qualitätsanspruch der Medien an und inwiefern Pressemitteilungen geprüft werden. Philipp Hoffmann erzählt: „Als Journalist muss man da manchmal sehr aufpassen. Ich habe einmal eine Pressemitteilung bekommen, in der Stand: 5.000 Arbeitsplätze gerettet. Eigentlich wurden aber 15.000 Stellen gekürzt. Die meisten haben aber die positiv klingendere Variante gedruckt.“

Gerade damit Jugendliche so etwas durchschauen und verantwortungsvoller mit dem Internet umgehen können, wünschte sich Juliane Karl mehr Medienbildung an Schulen. Auch dies ist ein schwieriges Thema, was die einzelnen Referenten auch bestätigten.

Im Anschluss der Veranstaltung fand eine lockere Runde zur Diskussion und zum Austausch statt, bei der sich die Teilnehmer Brötchen und Stollen schmecken lassen konnten.