Veranstaltungen
Magdeburg tolerant
Die Veranstaltung Mit OFFENEN Augen hat am 02.12.08 um 18:30 Uhr stattgefunden
und wurde von Partner: Exchange organisiert.
Es ging um die Zukunft Magdeburgs.
Meine, deine Stadt – wie erfährst du deine Stadt? Kann der Wohnort einen Einfluss auf Integration haben? Welchen Einfluss hat Migration auf ein Stadtbild? Wie erleben Migranten in Magdeburg ihre Situation? All diese Fragen werden bei einer Podiumsdiskussion und in einer Ausstellung mit Arbeiten eines Workshops zum Thema "Stadt und Migration" beantwortet.
Dokumentation
„Wir haben kaum Personen aus dem Ausland auf der Straße gesehen – aber exotische Restaurants gibt es viele.“, berichten die beiden französischen Fotografinnen Emmeline Lory und Melissa Gilet. Da waren chinesische, italienische und spanische Restaurants.
Das deutsch-vietnamesische Netzwerk und das EXCHANgE Büro bei der LKJ Sachsen-Anhalt haben für das zweite Kalendertürchen etwas Besonderes organisiert: eine Podiumsdiskussion zum Thema Stadt und Migration im IBA-Shop. Im Voraus der Veranstaltung entdeckten die beiden französischen Jugendlichen Magdeburg unter dem Aspekt der Spuren von Migranten in der Stadt. Dabei entstanden Fotos, die am Abend gezeigt wurden. Eingeladen waren Kamran Adalan aus dem Stadtplanungsamt Magdeburg, Birke Henning (Abteilungsleiterin Zuwanderung im Sozial- und Wohnungsamt der Stadt) und Nguyen Tien Duc – Koordinator des Interkulturellen Beratungs- und Begegnungszentrum der Caritas.
Zunächst berichtete die ehemalige Europäische Freiwillige und Mitarbeiterin des EXCHANgE Büros Karine Paravis von ihren Erfahrungen in Magdeburg. „Ich hatte vorher immer gehört, dass Magdeburg nicht schön sei. Als ich dann herkam und mehr über die Geschichte der Stadt erfuhr und hier lebte, konnte ich Magdeburg nur lieben.“, erzählt die Französin. Sie wünscht sich für die Zukunft, dass die Menschen nicht immer nur negativ über Magdeburg reden, da die Stadt Potential hat.
Von den 236.000 Einwohnern Magdeburgs kommen 3,6 Prozent aus dem Ausland. Birke Henning und Nguyen Tien Duc stellten dabei heraus, dass die DDR-Geschichte Magdeburgs starken Einfluss auf die Migrantenstruktur hatte. Hauptsächlich aus damals sozialistischen Ländern kamen Migranten nach Magdeburg, darunter vor allem Vietnamesen. Nguyen Tien Duc erzählt: „In Vietnam wurde die DDR immer als der Bruder dargestellt, von dem wir lernen konnten und sollten, daher sind viele von uns nach Deutschland gegangen.“ Für die Zukunft wünscht sich Herr Duc: „Magdeburg soll bunter werden und mehr interkulturellen Austausch ermöglichen.“
Moderation: Sylvia Gössel
Kamran Adalan - Stadtplanungsamt Magdeburg
Birke Henning - Abteilungsleiterin Zuwanderung im Sozial- und Wohnungsamt der Stadt
Nguyen Tien Duc – Koordinator des Interkulturellen Beratungs- und Begegnungszentrum der Caritas
Karine Paravis - ehemalige Europäische Freiwillige und Mitarbeiterin des EXCHANgE Büro
Partnerprojekt: http://www.jugend-lsa.de/exchange/exchange/ag_exchange.html
Buchtipp:
Tien Duc, Nguyen: Kulturelle Besonderheiten der Vietnamesen in Deutschland. Ein Leitfaden für die deutsch-vietnamesische Verständigung. VDM Verlag Dr. Müller
Paulstories: Seht was Paul der Bär, das Maskottchen der Servicestelle Jugendbeteiligung alles erlebt hat.