Veranstaltungen
Buckau neu erleben
Die Veranstaltung Traumstadt hat am 14.12.08 um 14:00 Uhr stattgefunden
und wurde von Wiebke Hahn organisiert.
Es ging um die Zukunft Magdeburgs.
Wer durch Buckau fährt, sieht vor allem eines: Industriebrachen. „Diese leer stehenden Bauten bieten viel Potential, man muss es nur nutzen!” bekräftigt die Leiterin der Veranstaltung „Traumstadt“. Architektur-, Bildungs- und cultural enigineering-Studenten haben gemeinsam mit Einwohnern Buckaus ein Konzept erstellt, wie man einer der Brachen in Buckau neues Leben einhauchen und sie somit zu einem attraktiven Ort umgestalten kann.
Adresse: Dodendorfer Straße 65, 39112 Magdeburg
Dokumentation
Traumstadt Magdeburg
Magdeburg hat zwischen 1989 und 2004 über ein Viertel seiner Einwohner und sehr viel Industire verloren. Dies zeichnet sich vor allem im Stadtbild ab: Leerstand prägt einige Stadtteile – dazu gehören auch die Industriebrachen in Buckau. 23 Studenten aus verschiedenen Fachrichtungen haben sich daher im Oktober gemeinsam getroffen und ein Nachnutzungskonzept für eine Industriebrache entwickelt. Am Sonntag wurden diese nun der Öffentlichkeit präsentiert.
Das Gelände mit drei Brachen befindet sich zwischen der Karl-Schmidt-Straße (Nähe Thiemplatz) und den Bahnanlagen. Drei große Gebäude bieten dort sehr viel Gestaltungsspielraum. Drei verschiedene Perspektiven flossen in das Projekt ein: Bildungswissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität befragten die Bürger Buckaus und Magdeburgs in einer quantitativen Umfrage nach ihren Bedürfnissen, Architekten der Hochschule Dessau bauten Modelle der entstanden Ideen und machten eine Umfeldanalyse. Cultural Engineers der Otto-von-Guericke Universität brachten die Ideen in ein Konzept und betrachteten den Ort aus raumsoziologischer Perspektive.
Die Ideen für die Brache:
Folgende Ideen sind während des Workshops entstanden und wurden bei der Umfrage unter den Bürgern für gut befunden:
In der großen Glashalle auf dem Gelände könnte ein Hochseilgarten mit Café entstehen. Dieser Ort könnte für Teambuilding-Maßnahmen von großen Unternehmen genutzt werden und so querfinanziert werden, sodass Jugendliche nur sehr wenig für die Nutzung bezahlen müssten. Die Atmosphäre des Hochseilgartens bietet ein besonderes Flair für ein Café, Ausstellungen oder Veranstaltungen. Dieser Ort könnte für Veranstaltungen vermietet werden.
Zum „Haus der Begegnungen“ könnte die Brache an der Stirnseite des Geländes, parallel zu den Bahngleisen, werden. Dort könnten ein Indoorspielplatz, ein Café, ein Laientheater und Workshopräume entstehen. Der Turm an diesem Gebäude ragt wie ein Wahrzeichen des gesamten Geländes empor.
Das dritte Haus könnte ein Künstler Atelier werden. Die großen Hallen bieten viel Raum für freischaffende Künstler und Ausstellungen.
Die beiden Organisatoren Wiebke Hahn und Samuel Walter sagten in ihrer Eröffnungsrede: „In erster Linie wollen wir mit unseren Ergebnissen Denkanstöße geben und Impulse setzen. Magdeburg hat so viel ungenutzte Potentiale und diese sollten genutzt werden.“
Nach der Präsentation hatten die Besucher noch die Möglichkeit sich mit den Studenten über ihre Ideen auszutauschen, Kinder konnten eigene Ideen zeichnen und Hannes Haas sowie seine reizende Partnerin Mareike ermöglichten es mit schöner Gitarren-Saxophon musik dem Abend einen traumhaften ausklang zu geben.
Hier eine Animation, die die Ideen verdeutlicht: